Agalychnis callidryas
Wir haben ein grosses Hochterrarien mit Rotaugenlaubfröschen besetzt. Im Jahr 2007 konnten wir Agalychnis callidryas zum ersten Mal nachzüchten. Es macht enormen Spass und es ist sehr interessant die kleinen Quappen wachsen zu sehen. Bald wollen wir wieder eine Regenzeit einführen und hoffen, dass es dann wieder kleine Quappen gibt.
Tipp1: Die Luftfeuchtigkeit darf wirklich nur in der Regenzeit hoch gehalten werden. Ist es immer zu feucht, können die Tiere erkranken.
Tipp2: Monstera deliciosa eignet sich sehr gut als Terrarienbepflanzung. DieTiere haben genügend Platz zum Schlafen und zum Laichen.
Buchtipp: Der Rotaugenlaubfrosch, Agalychnis callidryas von Tobias Eisenberg.
Vorkommen: Der herrlich gefärbte Rotaugenlaubfrosch stammt aus Mittelamerika, wo er unterschiedliche Biotope bewohnt. Oft findet man ihn in Küstennähe und dort insbesondere im Tieflandregenwald immer in Bereichen mit temporären (zeitweilig austrocknenden) und steten Gewässern.
Aussehen: Der Rotaugenlaubfrosch zählt zu den farbigsten überhaupt (nur die Pfeilgiftfrösche und Madagaskar-Mantella sind ähnlich bunt). Seine giftgrüne Körperfarbe, die leuchtend roten Augen mit den tiefschwarzen Pupillen, die blauen Flanken und teilweise hell-orange Füsse machen ihn unverwechselbar.
Grösse: Die adulten Weibchen erreichen gut 80mm Körperlänge, Männchen bleiben mit 65-70mm etwas kleiner und zierlicher
Haltung: Geeignet ist ein Regenwaldterrarium mit einem Wasserteil. Das Terrarium sollte mindestens 80 cm hoch sein. Eine Bepflanzung ist sehr wichtig, da die Frösche tagsüber an den Blättern der Pflanzen schlafen. Als Bodengrund hat sich Erde als geeignet erwiesen. Die Rückwände des Terrariums können mit Korkplatten versehen werden. Als Beheizung empfiehlt sich eine oder mehrere Lampen mit UV-Anteil über dem Terrarium.
Temperaturbedürfnisse: Tagestemperaturen 24-28°C
Luftfeuchtigkeit: Ausserhalb der Regenzeit: 60-70%, in der Regenzeit 95-100%
Futter: Geeignete Futtertiere sind Heimchen, aber auch z. B. Drosophilia und Fliegen, welche sie gerne nehmen. Es sollte vorzugsweise abends gefüttert werden, damit die Tiere tagsüber nicht beim Schlafen gestört werden.
Fortpflanzung: Die Paarung des Rotaugenfrosches beginnt in ihrer Heimat mit der Regenzeit. Erhöhung der Luftfeuchtigkeit auf ca. 80-90 % und Senkung der Temperatur tagsüber auf ca. 20-24 °C. Die Männchen stimulieren sich gegenseitig durch rufen, deswegen sollte man mindestens zwei Männchen mit einem Weibchen zusammenhalten. Die Eiablage erfolgt über dem Wasserteil an der Unterseite der Blätter. Das Gelege besteht aus ca. 30 bis 70 Eiern.


