Kaloula pulchra

Per Zufall sind wir auf diese komischen Frösche gestossen. Seit ein paar Jahren pflegen wir nun drei dieser komischen, lauten Frösche. Wir haben zwei Männchen und ein Weibchen. Leider konnten wir uns bis heute nicht über Nachzuchten erfreuen.

Beschreibung: Der Indische Ochsenfrosch hat einen runden, fast unförmigen Körper mit einem kleinen kurzen Kopf. Das Maul ist spitz und ziemlich eng. Nur an den Zehen sind schwach entwickelte Schwimmhäute vorhanden. An den Fersen befindet sich ein grosser, mit scharfem Rand versehener schaufelförmiger Fersenhöcker. Die Kopfseiten und die Oberseite des Kopfes sind ockergelb gefärbt. Der Rücken ist dunkelbraun. Hinter den Augen zieht sich ein braunes Band über die Schultern an den Flanken entlang bis zu den Hüften. Zwischen diesem Band und dem braunen Rücken verläuft von den Augen bis zum Ansatz der Hinterschenkel ein ockergelber breiter Streifen. Auf der Körperseite befinden sich gelbe und braune Tupfen. Die Unterseite ist rötlich-gelb gefärbt. Die Beine sind grau mit dunkelbraunen und ockergelben Tupfen.

Geschlechtsunterschiede: Die Männchen haben eine schwarze Kehle sowie eine Schallblase. Der Ruf des Männchens hört sich nach einem lauten Kuhgebrüll an, macht also seinem Namen alle Ehre. Dieser Ruf ist in einem bewohnten Raum wirklich nicht leicht zu ertragen. Dies sollte unbedingt vor der Anschaffung der Tiere beachtet werden.

Vorkommen: Vorder- und Hinterindien, China und Indo-Malayische Inselwelt. Man findet sie dort in Tümpeln, langsamen Rinnsalen und in Gärten. Oft trifft man die Tiere auch in den menschlichen Behausungen, sie scheuen sich nicht sich dort auf Insektenjagd zu gehen.

Aktivitätszeit: Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv.

Temperaturbedürfnisse: Tagestemperaturen von 22-26°C, nachts eine kleine Nachtabsenkung.

Grösse: Kaloula pulchra wird ca. 7,5 cm gross.

Haltung: Am besten eignet sich ein beheiztest Aqua-Terrarium, welches eine Grundfläche von ca. 60×50 cm und eine Höhe von 60 cm hat. Der Wasserteil kann schön mit den üblichen Aquarienpflanzen bepflanzt werden und kann mit einer normalen Aquarienheizung beheizt werden. Der Landteil sollte in zwei Zonen unterteilt werden: Eine Zone welche ein trockenes Erde/Sand/Torf-Gemisch enthält und eine feuchte Zone aus einem Erde/Torf-Gemisch. Beim Einrichten sollte darauf geachtet werden, dass man noch genug Platz für eingetopfte Pflanzen hat, da einfach so in die Erde gepflanzte Pflanzen schnell in der Nacht umgebuddelt werden. Als Versteckmöglichkeiten dienen Korkrinden. Als Beleuchtung eignet sich eine Leuchtstoffröhre mit einem warmen Weisston.

Futter: Es werden Fliegen, Spinnen, Schaben, Wachsmotten, Mehlwürmer, Heuschrecken, Heimchen usw. gefressen.

Fortpflanzung und Zucht: Mit einer mehrwöchigen Trockenzeit kann man im Terrarium die Paarungsbereitschaft auslösen. Bis jetzt ist die Art der Besamung und des Amplexus nicht geklärt, aber sicherlich geschieht dies äusserlich. Die Anzahl der Eier ist sehr gross. Die Eier werden einfach auf die Wasseroberfläche gelaicht. Sie bedecken diese wie ein Oberflächenfilm. Die Eier haften sehr gut aneinander. Am besten überführt man die Eier vorsichtig in mehrere Behälter, dort können sie sich bei einem Wasserstand von 6 cm und einer Temperatur von 26°C entwickeln. Innerhalb von 24 h schlüpfen die Kaulquappen. Als Futter eignet sich normales Zierfisch-Trockenfutter. Nach 10-14 Tagen erfolgt die Metamorphose. Für die Jungfrösche dient ein Aufzuchtterri, welches eher steril eingerichtet sein sollte (bessere Kontrolle, bessere Sauberkeit). Als Futter dienen Drosophilia, mikro Heimchen, Offenfischchen und weitere kleine Insekten.