Lepidodactylus lugubris
Schuppenfingergeckos eignen sich sehr gut als “Restevertilger” in tropischen Terrarien. Darum züchten wir diese Tiere nun schon seit dem Jahr 2003. Anfangs hatten wir nur ein einziges Weibchen, mittlerweile haben wir etliche Nachzuchten.
Vorkommen: Südamerika, Mittelamerika, Ceylon, Nikobaren, Andamanen, Malayische Halbinsel, Indo-Australischer Achipel, Ozeanien, Neuseeland.
Beschreibung: Dieser schlank gebauene Gecko wird ca. 8 bis 9 cm gross. Er besitzt einen etwas abgeflachten Schwanz, welcher etwas länger ist als die Kopf-Rumpf-Länge. Die Grundfärbung ist ein gelbliches bis graues Braun mit einer dunklen Fleckung, welche aus zweizeiligen oder w-förmigen Flecken besteht. Die Färbung variiert je nach Temperatur, höhere Temperaturen führen zu helleren Färbungen, kühlere zu dunkleren. Die Bauchseite ist cremefarben bis weisslich. Lepidodactylus lugubris sind sehr anpassungsfähig. Sie kommen auf Mangroven, Palmen und anderen Bäumen am Strand bis zu menschlichen Behausungen vor. Die Tiere sind relativ ortstreu, haben aber dennoch einen verhältnismässig grossen Aktivitätsradius.
Temperatur: Ca. 28°C im Durchschnitt, nachts sollte die Temperatur nur geringfügig abfallen.
Luftfeuchtigkeit: Tagsüber nicht unter 70%, nachts bei 80-100%.
Haltung: Ein Terrarium mit den Massen 60x40x40 cm (lxbxh) genügt schon für die Vergesellschaftung mehrerer Tiere. Das Terrarium soll als ein halbtrockenes Tropenterrarium eingerichtet werden. Der Bodengrund sollte aus etwas mit Sand vermischtem Humus bestehen. Gerne werden die Eier in an der Rück- und Seitenwand angeklebten Rindenstücken oder Bambusstangen abgelegt. Kletteräste, Bambus und Pflanzen sollten nicht fehlen.
Futter: Es werden alle kleineren bis mittleren Insekten, wie Heimchen, Ofenfischchen, Drosophilia, Wachsmotten, Fliegen, weisse Asseln gefressen. Gerne werden auch Nektar, Honig, süsse Säfte und Marmelade aufgeleckt. Die gelegentliche Anreicherung mit Vitaminen und Mineralstoffe sollte nicht fehlen.
Nachzucht: Da diese Tiere sich durch Jungfernzeugung vermehren, ist es leicht Nachzuchten zu bekommen. Die Weibchen legen im Abstand von zwei bis neun Wochen ein oder zwei Eier ab. Nach ca. 65-95 Tagen schlüpfen die Jungtiere, welche eine Grösse von ca. 35 mm aufweisen. Die Fortpflanzungsreife wird im Alter von acht bis zehn Monaten erreicht. Durch die parthenogenetische Fortpflanzung existieren fast keine Männchen, sondern nur Weibchen.


