Rhacodactylus ciliatus

Seit dem Jahr 2006 halten wir Kronengeckos. Im Sommer 2007 haben sie zum ersten Mal für Nachwuchs gesorgt. Es sind Ende August 2007 fünf süsse Kronengeckobabys geschlüpft. Seit dem sorgen sie regelmässig für Nachzuchten. Die Jungtiere werden bei mir getrennt von den Erwachsenen aufgezogen. Zur Zeit halten wir drei ausgewachsene Tiere dieser schönen Art. Es handelt sich um ein Männchen und drei Weibchen. Sie bewohnen ein selbstgebautes Holzterrarium mit den Massen (lxbxh) 70x50x150 cm. Eines der Weibchen ist eine D-NZ vom Frühjahr 2006, die zwei anderen Weibchen und das Männchen sind je eine CH-NZ vom Sommer 2008.

Tipp1: Die Jungtiere müssen nicht ausserhalb des Elternterrariums aufgezogen werden, ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man eine bessere Kontrolle über das Wachstum und Zustand der Jungtiere hat, wenn man ein extra Aufzuchtterrarium hat.

Tipp2: Anstatt Fruchtnektar wird auch gerne Babybrei genommen.

Buchtipp: Rhacodactylus, Biologie, Haltung und Zucht von Robert Seipp und Friedrich Wilhelm Henkel.

Herkunft: Neukaledonien und den vorgelagerten Inseln.

Allgemeines: Kronengeckos besitzen zwei Reihen aus Stachelschuppen, welche sich von hinter den Augen über den Kopf und den ganzen Rücken bis zum Schwanzansatz fortziehen. Dies sieht optisch aus wie eine Krone, und verleiht den Tieren ein liebenswürdiges und freundliches Aussehen. Die Tiere sind in den unterschiedlichsten Farben zu finden, die Farbpallette erstreckt sich von braun über oliv bis zu orange-rot. Auch gibt es mehrere Varianten ihres Musters (z. B. Tiger, Peppered, Striped, Harlequin, Fire, Patternless, Dalmatiner usw.). Rhacodactylus ciliatus galten bis zu ihrer Wiederentdeckung im Jahre 1994 als ausgestorben. Kronengeckos können problemlos in einer Gruppe von einem Männchen und 2-ca. 4 Tieren gehalten werden. Männchen werden ab einem bestimmten Alter untereinander agressiv und müssen getrennt werden. Speziell an diesen Geckos ist, dass sie kein Schwanzregenerat bilden, d. h. wenn sie ihren Schwanz verlieren, müssen sie ein Leben lang ohne ihn leben, was aber kein Problem darstellt.

Terrarium: Da die Tiere in der freien Wildbahn in Höhen von ca. 10-15 Metern in den Baumkronen leben, muss das Terrarium eine bestimmte Höhe aufweisen. Die Mindestmasse für zwei Tiere darf 60x60x100 cm (lxbxh) nicht unterschreiten. Für eine kleine Gruppe würde ich ein Terrarium mit einer Höhe von 120-160 cm empfehlen. Das Terrarium sollte genügend Kletter- und Versteckmöglichkeiten aufweisen. Dies kann mit Korkenzieherhaselästen und dichter Bepflanzung erzielt werden. Der Bodengrund sollte aus lockerer Erde bestehen und ca. 10 cm tief sein, da die Tiere ihre Eier recht tief vergraben können.

Temperatur: Tagestemperatur: in den Sommermonaten zwischen 25-30°C und im Winter 20-24, Nachttemperatur: in den Sommermonaten zwischen 20-22°C und im Winter 16-18°C

Luftfeuchtigkeit: 70-80%

Futter: Heimchen, Fliegen, Maden, Wachsmotten

Paarung und Zucht: Weibchen sollten erst mit einem adulten Männchen zusammengebracht werden, wenn sie ein Gewicht von mindestens 32 g, besser 35 g, erreicht haben. Zu junge und schwache Weibchen können bei einer allzu frühen Paarung mit anschliessender regelmässiger Eiablage Schaden nehmen. Die Aufzucht der Jungtiere stellt sich als problemlos dar, da die Tiere ohne Probleme ans Fressen gehen. Die Jungtiere sind mit einem Alter von ca. 10-12 Monaten geschlechtsreif.

Fotos