Tarentola mauritanica
Wir pflegen seit Mai 2009 ein Pärchen dieser Art. Es sind Jungtiere aus dem Jahr 2006. Wir halten sie frei in unserem Terrarienzimmer, wo sie alle “entflohenen” Futtertiere verspeisen. Ab und zu kriegt man in der Nacht auch einen zu Gesicht.
Tipp 1: Wenn man diese Tiere beobachten möchte, eigenet es sich ein Terrarium mit einsehbarer Rückwand zu gestalten und in der Nacht einige Blicke ins Terrarium zu werfen.
Tipp 2: Diese Tierart eignet sich sehr gut als freilebende Art. Es muss einfach darauf geachtet werden, dass die Tiere nicht ins freie gelangen können und Wasser zur freien Verfügung bereit steht.
Herkunft: Mittelmeerraum
Allgemeines: Tarentola mauritanica bewohnt vor allem steinige Gebiete und Felswände. Er ist oft in Gewässernähe zu finden. Der gedrungene Körper des Mauergeckos besitzt Höckerschuppen, welche gegen den Nackenbereich hin eher dornig sind. Seine Farbe ist beige-braun und weist dunklere Flecken auf. Die Bauchseite ist eher hell bis weiss gestreift, sein Schwanz dagegen hell/dunkel. Eine freie Haltung im Zimmer stellt kein Problem dar, besonders, da sie sehr ortstreu sind. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass genügend Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Um das Trinkbedürfnis der Geckos zu stillen sollte ein kleines Wasserschälchen mit täglich frischem Wasser zur Verfügung gestellt werden. Tarentola mauritanica haben eine Lebenserwartung von 12 Jahren.
Terrarium: Das Terrarium sollte eine mindest Höhe von 120 cm aufweisen. Je höher, desto besser, da die Tiere eigentlich den ganzen Tag in Mauern- oder Felsspalten verbringen, muss das Terrarium dementsprechend nicht tief sein. Die Rückwand sollte so gestaltet werden, dass sich die Tiere gut in Ritzen und Spalten verstecken können (z. B. steinige Mauer). Ratsam ist es, wennn die Unterschlupfmöglichkeiten kontrollierbar sind. Das Bodensubstrat sollte aus einem leicht feuchten Sand/Erdegemisch bestehen. Es ist ratsam einen Spotstrahler ans Terrarium anzubringen. Die Rückwand kann schön mit Efeu bepflanzt werden.
Futter: Kleinere Insekten, Larven, Spinnen und junge Echsen (auch die eigenen). Wasser wird aus einem Wasserschälchen getrunken oder durch das Sprühwasser aufgenommen.
Zucht: Die Weibchen legen mehrere Gelege ihm Jahr ab (von Ende April bis Mitte Juli), welche aus ein bis zwei Eieren bestehen. Die Paarung erfolgt nach einer, einige Wochen andauernden, Winterruhe bei ca. 8°C. Die Eier werden in Mauer- oder Felsspalten angeheftet (manchmal auch am Boden). Nach ca. fünf Wochen bis drei Monaten erfolgt der Schlupf der kleinen Geckos. Ihre Geschlechtsreife erhalten sie mit ca. drei bis vier Jahren.


